Da ich mich ja doch ein wenig für die Tour de France interessiere - hab ich mal geguckt, wann in den nächsten drei Wochen interessante Etappen stattfinden. In erster Linie werden dies wohl die Bergetappen sein, die zum einen eine Bergankunft haben, oder so selektiv sind, dass es sich auch einmal lohnt schon 30 Kilometer oder 40 Kilometer vor dem Ziel beim letzten Angriff anzugreifen. Neben den Bergetappen werden auch bei den beiden langen Zeitfahren richtige Abstände gemacht, Zeitfahrer versuchen hier ein Polster auf die Bergfahrer aufzubauen und die Bergfahrer/flöhe versuchen mit aller Kraft den Abstand so gering wie möglich zu halten. In dieser Hinsicht finde ich es schon sehr beachtlich, dass Andreas Klöden mit seinen vielleicht 63 Kilogramm zu den besten Zeitfahrern gehört und zu seiner Konkurrenz keine Zeit verliert, in der Regel sogar noch Zeit herausfahren kann.
Etappe 7 von Bourg-en-Bresse nach Le Grand-Bornand (197,5 Kilometer) am 14.07.2007
Erste Etappe mit einem Berg der ersten Kategorie, zwar kein Schlussanstieg, sodass sich abgehängte Fahrer auf der 14,5 Kilometer langen Abfahrt wieder zurückkämpfen können und die erste größere Gruppe wieder zusammenfährt. Ich gehe einmal davon aus, dass bei dieser Etappe der Sieger aus einer Gruppe kommt, welche sich früh gebildet hat und mit ausreichend Vorsprung in den Anstieg Col de la Colombière gehen.
Etappe 8 von Le Grand-Bornand nach Tignes (165 Kilometer) am 15.07.2007
Die Etappe ist zweigeteilt, die ersten 80 Kilometer sind relativ “einfach”, danach folgt aber der Hammer mit drei Wertungen der ersten Kategorie (Cormet de Roselend, Montée d’Hauteville, Montée de Tignes). Heute müssen die Topfahrer einmal zeigen was Sache ist, bei dieser Etappe werden die ersten großen Abstände gemacht.
Etappe 9 von Val-d’Isère nach Briançon (159,5 Kilometer) am 17.07.2007
Der Col du Galibier ist einer der Traditionsberge der Tour de France, welcher oft in Verbindung mit dem Col du Télégraphe bezwungen wird, dadurch das der Gipfel etwa 40 Kilometer vor dem Ziel liegt wird es in dieser Etappe wohl nicht zu großartigen Veränderungen im Klassment kommen, mein Tipp der Gewinner dieser Etappe stammt aus der ersten großen Gruppe mit allen Favoriten. In anderer Zusammenstellung wäre diese Etappe mit Col de l’Iseran, Col du Télégraphe und Col du Galibier wohl die Königsetappe der Tour 07.
Etappe 13 von Albi nach Albi (54 Kilometer) am 21.07.2007
Ziemlich spät mit der 13 Etappe steht das erste längere Zeitfahren dieser Tour de France an, meiner Meinung nach der Kurs für richtige Roller. Für Profis relativ flach, wobei es nach dem Profil der Etappe recht hoch und runter geht. Einen Tipp möchte ich nicht abgeben, aber sofern die Favoriten um Klöden etc. gut aus den Alpen gekommen sind, wird der Sieger wohl aus dieser Gruppe kommen. Zeitfahrspezialisten wie Fabian Cancellara könnten das Problem haben, dass ihnen die Etappen der letzten Tage viel Kraft geraubt haben.
Nach diesen ersten Anstiegen geht es für die Fahrer weiter in die Pyrenäen, die im Gegensatz zu den Anstiegen in den Alpen meist gleichförmiger sind und somit Fahrern entgegenkommen, die in einem gleichmässigen Tempo die Anstiege hochfahren und Probleme mit ständigen Tempowechseln haben. In den nächsten Tagen werde ich mir einmal genauere Gedanken zu diesen Etappen und dem abschliessenden Zeitfahren am vorletzten Tag machen. Für die Zwischenzeit vielleicht einmal den Eintrag vom Allesaussersport Blogger durchlesen, interessant und unterhaltsam.