Wie in meinem ersten Beitrag zu den Bergetappen in den Alpen geschrieben, werde ich mich nun noch einmal genauer zu den einzelnen Bergetappen in den Pyrenäen widmen. Die meisten Steigungen in den Pyrenäen sind lange konstante Anstiege und nicht so wechselhafte Anstiege, wie sie in den Alpen oft vorkommen. Daher konnte Jan Ullrich vor allem in den Pyrenäen in seinen Anfangsjahren glänzen, man muss sich ja nur an die Attacke von 1997 hoch nach Andorra-Arcalis erinnern, als Jan Ullrich von seinem damiligen Kapitän Bjarne Riis freie Fahrt bekam und zum ersten Mal ins Gelbe Trikot schlüpfen konnte. Aber nun genug in Erinnerungen geschwelgt, zurück zum Tagesgeschehen und der 14. Etappe der Tour 2007 von Mazamet nach Plateau-de-Beille.
Die 14. Etappe am 22.07.2007 geht eigentlich relativ geruhsam los und eignet sich zum einrollen. Dies wird sich aber schlagartig ändern, ab Kilometer 129 geht es erst einmal hoch auf den Port de Pailhères (Ehrenkategorie) und nach rasender Abfahrt hoch auf das Plateau-de-Beille, welcher ebenfalls ein Anstieg der Ehrenkategorie darstellt. Insgesamt gesehen eine wirklich sehr schwere Etappe, die die Gesamtwertung noch einmal richtig durchwürfeln wird. Auch stellt sich die Frage, wie sich die Form der jeweiligen Fahrer während der Tour de France entwickelt. Wer wird einen schwarzen Tag haben, wer kann die Schwäche seiner Gegner ausnutzen? Ausreisser werden wohl nur Chance auf Ankunft am Etappenziel haben, wenn sie mit ausreichend Vorsprung von mehreren Minuten in den letzten Anstieg gehen.