Doping, Doping, Doping

Tour de France 07


Was soll man dazu noch großartig schreiben, 6fache Überschreitung der zulässigen Testosteronwertes bei dem T-Mobile Radprofi Patrik Sinkewitz (Sieger Henniger Turm 07, Deutschland Tour 04). Das kuriose an der ganzen Geschichte ist sicherlich, wieso die Radprofis weiterhin glauben, dass sie mit ihrer Dopingpraxis durchkommen, sie müssen doch selber wissen, dass das Netz der Kontrollen sich immer mehr zuzieht. Anscheinend gab es im Mai schon Andeutungen für Dopingvergehen, da Sinkewitz bei drei Trainingskontrollen von den Kontrolleuren der Nada nicht angetroffen wurde - aufgrund eines Formfehlers blieben diese sogenannten “Missed Test” ohne Konsequenzen. Auch die Aussagen von T-Mobile sind nicht gerade sehr vielsagend zu diesem Thema. Aber warten wir einmal die B-Probe ab und gucken, was aus der Ehrenerklärung wird - die ja beinhaltet das Sinkewitz ein gesamtes Jahresgehalt als Strafe an die UCI zu zahlen hat.

Aber nun einmal zum Dopingmittel Testosteron, habe mich einmal ein wenig schlau gemacht und geguckt, welchen Vorteil ein Doping mit Testosteron bringt. In erster Lnie eignet sich Testosteron in allen Ausdauersportarten als Dopingmittel, da zum einen der Muskelaufbau beschleunigt wird, das Körperfett verringert wird und es dem Sportler ermöglicht, seine bestehenden Leistungsgrenzen zu überwinden. Dabei wird in erster Linie auf synthetische Testosterone zurückgegriffen, die wie im Fall Sinkewitz oder Kessler einfach nachgewiesen werden können. Risiken entstehen dadurch, dass Testosteron im männlichen Körper zu Östrogen umgewandelt wird und zum Beispiel dazu führt, dass dem Nutzer eine weibliche Brust wachsen kann, oder das die Produktion von Spermien eingestellt wird. Weitere negative Wirkungen des Missbrauchs von Testosteron als Dopingmittel sind Bluthochdruck, Akne, Depressionen oder eine schnelle Reizbarkeit.

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Linus Gerdemann im Gelben Trikot

Tour de France 07

Ui da gab es am Nationalfeiertag der Franzosen eine große Überraschung, der deutsche T-Mobile Profi ist mit mit einer starken kämpferischen Leistung ins Gelbe Trikot der Tour de France 2007 gefahren und hat so ganz nebenbei mit seinen gerade einmal 24 Jahren seine erste Tour de France Etappe gewonnen. Ich muss mich eimal selber loben, in meiner Prognose über die Etappe Bourg-en-Bresse nach Le Grand-Bornand lag ich ja gar nicht so verkehrt, obwohl ich natürlich nicht mit unserem Linus Gerdemann gerechnet hatte. Super Leistung und vor allem im Interview nach seinem Sieg auch sehr sympathisch :-)!

Nun ist er also im Gelben Trikot, hat das Weiße Trikot ebenfalls ergattert und wurde von der Jury zum kämpferischten Fahrer 7 Etappe gewählt. So ich habe einmal ein wenig geguckt und eine kleine Liste über deutsche Fahrer zusammengestellt, die wenigstens einen Tag im Gelben Trikot unterwegs waren.

  • Kurt Stöpel 1932
  • Erich Bautz 1936
  • Willy Oberbeck 1938
  • Rudi Altig 1962
  • Rudi Altig 1963
  • Rudi Altig 1964
  • Rudi Altig 1965
  • Rudi Altig 1966
  • Karl-Heinz Kunde 1966
  • Rudi Altig 1967
  • Rolf Wolfshohl 1968
  • Rudi Altig 1968
  • Rudi Altig 1969
  • Dietrich Thurau 1977
  • Klaus-Peter Thaler 1978
  • Jan Ullrich 1997
  • Jan Ullrich 1998
  • Erik Zabel 1998
  • Jens Voigt 2001
  • Erik Zabel 2002
  • Jens Voigt 2005
  • Linus Gerdemann 2007

Liste wird in unregelmässigen Abständen aktualisiert.

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Tour de France: Pyrenäen Teil 3

Tour de France 07

Die 16. Etappe von von Orthez Gourette hinauf auf den Col d’Aubisque ist die letzte Pyrenäenetappe des diesjährigen Tour de France 2007. Heute werden vor allem die Fahrer für die Gesamtwertung und die Bergfahrer versuchen einen Sieg, oder zumindest eine Verbesserung im Klassment zu erzielen. Dazu werden sie auf den beiden Bergen der 1. Kategorie und den beiden Bergen der Ehrenkategorie auf einer Länge von 218,5 Kilometern auch mehr als genug Zeit haben. Sicherlich sind an den Fahrern die letzten 2 1/2 Wochen Tour de France nicht so ohne Spuren vorbeigegangen, sprich Verletzungen, verlorene Kraft stehen an der Tagesordnung - dabei zählt genau die letzte Woche, sodass viele Spitzenfahrer ihre Form dahingehend aufgebaut haben, dass sie genau während der drei Pyrenäenetappen auf dem Maximum ihrer Leitung sein werden. Aber nun genug dazu, gehen wir einmal näher auf die einzelnen Berg der 16. Etappe ein.

Als erste Steigung des Tages haben die Fahrer mit dem Port de Larrau direkt einen Berg der Ehrenkategorie zu bewältigen, gefolgt von einer kleinen Gegensteigung alto Laza (Kategorie 3). Nun geht es dann Schlag auf Schlag Col de la Pierre-Saint-Martin (Kategorie 1), Col de Marie-Blanque (Kategorie 1) und schliesslich hinauf zum Etappenziel Col d’Aubisque (Ehrenkategorie). Vor allem der Schlussanstieg hat es noch einmal richtig in sich und Fahrer, die noch ein Zeitpolster für das Zeitfahren am 28.07.2007 benötigen, werden heute noch einmal richtig Gas geben, um genügend Abstand zu den besseren Fahrern im Zeitfahren zu gewinnen. Für Tourfanatiker kann man wohl heute den ganzen Tag am TV verbringen, für alle anderen reicht es wohl wenn man sich nur den Schlussanstieg anschaut.

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Tour de France: Pyrenäen Teil 2

Tour de France 07


Nach der 14. Etappe flogt am Tag darauf direkt der nächste Hammer, die 15. Etappe kann man wohl als die Königsetappe neben der 16. Etappe der diesjährigen Tour de France 2007 bezeichnen. auf die Fahrer warten zwei Berge der 2. Kategorie, zwei Berge der 1. Kategorie und ein Berg der Ehrenkategorie verteilt auf einer Länge von 196 Kilometer.

Zwar geht es nach einigen Kilometern schon hoch auf den Col de Port (Kategorie 2), doch kann man davon ausgehen, dass die richtige Rennaction erst etwa nach 86 Rennkilometern mit dem Anstieg Col de Portet d’Aspet (Kategorie 2) auf den direkt der Gegenhang Col de Mente (Kategorie 1) folgt. Doch auch nach dieser Abfahrt werden die Fahrer nicht viel Zeit zur Regeneration und Entspannung haben. Ab Kilometer 140 geht es dann hoch auf den Port de Bales (Ehrenkategorie) mit 1755 Metern der höchste Berg der heutigen Etappe. Nach der Abfahrt geht es dann auch gleich weiter auf die letzte Steigung der 15. Etappe dem Col de Peyresourde (Kategorie 1). Die Etappe endet zwar nicht auf dem Gipfel, aber bis zum Ziel sind es dann nur noch 11,5 Kilometer die in rasender Abfahrt bewältigt werden. Meiner Meinung nach eine wirklich sehr schwere Etappe, die sich die Fahrer heute stellen müssen - eine Rennprognose ist äußerst schwierig, aber wahrscheinlich wird es erst eine Entscheidung über den Ausgang des Rennens während der letzten beiden Anstiege geben. Gute Abfahrer die viel Risiko eingehen, werden eventuell die Chance haben auf den führenden oder die führende Gruppe aufzufahren.

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Tour de France: Pyrenäen Teil 1

Tour de France 07


Wie in meinem ersten Beitrag zu den Bergetappen in den Alpen geschrieben, werde ich mich nun noch einmal genauer zu den einzelnen Bergetappen in den Pyrenäen widmen. Die meisten Steigungen in den Pyrenäen sind lange konstante Anstiege und nicht so wechselhafte Anstiege, wie sie in den Alpen oft vorkommen. Daher konnte Jan Ullrich vor allem in den Pyrenäen in seinen Anfangsjahren glänzen, man muss sich ja nur an die Attacke von 1997 hoch nach Andorra-Arcalis erinnern, als Jan Ullrich von seinem damiligen Kapitän Bjarne Riis freie Fahrt bekam und zum ersten Mal ins Gelbe Trikot schlüpfen konnte. Aber nun genug in Erinnerungen geschwelgt, zurück zum Tagesgeschehen und der 14. Etappe der Tour 2007 von Mazamet nach Plateau-de-Beille.

Die 14. Etappe am 22.07.2007 geht eigentlich relativ geruhsam los und eignet sich zum einrollen. Dies wird sich aber schlagartig ändern, ab Kilometer 129 geht es erst einmal hoch auf den Port de Pailhères (Ehrenkategorie) und nach rasender Abfahrt hoch auf das Plateau-de-Beille, welcher ebenfalls ein Anstieg der Ehrenkategorie darstellt. Insgesamt gesehen eine wirklich sehr schwere Etappe, die die Gesamtwertung noch einmal richtig durchwürfeln wird. Auch stellt sich die Frage, wie sich die Form der jeweiligen Fahrer während der Tour de France entwickelt. Wer wird einen schwarzen Tag haben, wer kann die Schwäche seiner Gegner ausnutzen? Ausreisser werden wohl nur Chance auf Ankunft am Etappenziel haben, wenn sie mit ausreichend Vorsprung von mehreren Minuten in den letzten Anstieg gehen.

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Tour de France 2007

Tour de France 07


So da es anscheinend entsprechend Bedarf an der Tour de France 2007 gibt, habe ich mich dazu entschlossen, hier noch ein paar weitere Informationen über die Tour de France 2007 zu schreiben. Vielleicht findet ihr ja die eine oder andere brauchbare Informationen, die euch hilft die Tour noch etwas besser zu verstehen. Ein wenig Insiderwissen ist ja nicht verkehrt. Bitte bei Verbesserungen, Anregungen oder einfach nur Fragen die jeweiligen Kommentarfunktionen nutzen, werde dann versuchen zeitnah auf eure Fragen zu reagieren.

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Tour de France 2007: Interessante Etappen Part 1

Sonstiges, Tour de France 07


Da ich mich ja doch ein wenig für die Tour de France interessiere - hab ich mal geguckt, wann in den nächsten drei Wochen interessante Etappen stattfinden. In erster Linie werden dies wohl die Bergetappen sein, die zum einen eine Bergankunft haben, oder so selektiv sind, dass es sich auch einmal lohnt schon 30 Kilometer oder 40 Kilometer vor dem Ziel beim letzten Angriff anzugreifen. Neben den Bergetappen werden auch bei den beiden langen Zeitfahren richtige Abstände gemacht, Zeitfahrer versuchen hier ein Polster auf die Bergfahrer aufzubauen und die Bergfahrer/flöhe versuchen mit aller Kraft den Abstand so gering wie möglich zu halten. In dieser Hinsicht finde ich es schon sehr beachtlich, dass Andreas Klöden mit seinen vielleicht 63 Kilogramm zu den besten Zeitfahrern gehört und zu seiner Konkurrenz keine Zeit verliert, in der Regel sogar noch Zeit herausfahren kann.

Etappe 7 von Bourg-en-Bresse nach Le Grand-Bornand (197,5 Kilometer) am 14.07.2007

Erste Etappe mit einem Berg der ersten Kategorie, zwar kein Schlussanstieg, sodass sich abgehängte Fahrer auf der 14,5 Kilometer langen Abfahrt wieder zurückkämpfen können und die erste größere Gruppe wieder zusammenfährt. Ich gehe einmal davon aus, dass bei dieser Etappe der Sieger aus einer Gruppe kommt, welche sich früh gebildet hat und mit ausreichend Vorsprung in den Anstieg Col de la Colombière gehen.

Etappe 8 von Le Grand-Bornand nach Tignes (165 Kilometer) am 15.07.2007

Die Etappe ist zweigeteilt, die ersten 80 Kilometer sind relativ “einfach”, danach folgt aber der Hammer mit drei Wertungen der ersten Kategorie (Cormet de Roselend, Montée d’Hauteville, Montée de Tignes). Heute müssen die Topfahrer einmal zeigen was Sache ist, bei dieser Etappe werden die ersten großen Abstände gemacht.

Etappe 9 von Val-d’Isère nach Briançon (159,5 Kilometer) am 17.07.2007

Der Col du Galibier ist einer der Traditionsberge der Tour de France, welcher oft in Verbindung mit dem Col du Télégraphe bezwungen wird, dadurch das der Gipfel etwa 40 Kilometer vor dem Ziel liegt wird es in dieser Etappe wohl nicht zu großartigen Veränderungen im Klassment kommen, mein Tipp der Gewinner dieser Etappe stammt aus der ersten großen Gruppe mit allen Favoriten. In anderer Zusammenstellung wäre diese Etappe mit Col de l’Iseran, Col du Télégraphe und Col du Galibier wohl die Königsetappe der Tour 07.

Etappe 13 von Albi nach Albi (54 Kilometer) am 21.07.2007

Ziemlich spät mit der 13 Etappe steht das erste längere Zeitfahren dieser Tour de France an, meiner Meinung nach der Kurs für richtige Roller. Für Profis relativ flach, wobei es nach dem Profil der Etappe recht hoch und runter geht. Einen Tipp möchte ich nicht abgeben, aber sofern die Favoriten um Klöden etc. gut aus den Alpen gekommen sind, wird der Sieger wohl aus dieser Gruppe kommen. Zeitfahrspezialisten wie Fabian Cancellara könnten das Problem haben, dass ihnen die Etappen der letzten Tage viel Kraft geraubt haben.

Nach diesen ersten Anstiegen geht es für die Fahrer weiter in die Pyrenäen, die im Gegensatz zu den Anstiegen in den Alpen meist gleichförmiger sind und somit Fahrern entgegenkommen, die in einem gleichmässigen Tempo die Anstiege hochfahren und Probleme mit ständigen Tempowechseln haben. In den nächsten Tagen werde ich mir einmal genauere Gedanken zu diesen Etappen und dem abschliessenden Zeitfahren am vorletzten Tag machen. Für die Zwischenzeit vielleicht einmal den Eintrag vom Allesaussersport Blogger durchlesen, interessant und unterhaltsam.

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Tour de France: Tourtagebücher

Sonstiges, Tour de France 07


So nun ist die Tour de France heute mit dem Prolog gestartet, die Stimmung ist zwar noch ein wenig getrübt durch die Fuentes Affäre, Spekulationen und die Geständnisse aktiver/ehemaliger Fahrer, aber wohl wie jedes Jahr werde ich auch diesmal wieder etliche Stunde vor dem TV verbringen und mir die Leistung der Radsporlter anschauen, egal ob mit oder ohne Doping. Was ich immer sehr interessant finde, sind die diversen Tourtagebücher der Radsportler daher habe ich mir einmal die Mühe gemacht und die Seiten der Deutschen Tourteilnehmer nach geführten Tagebüchern durchsucht.

Im folgenden alle Tourteilnehmer aus Deutschland, mit Verweis auf das jeweilige Tagebuch, wenn vorhanden.

  • Markus Fothen (Kaarst) / Team Gerolsteiner
  • Robert Förster (Leipzig) / Team Gerolsteiner
  • Heinrich Haussler (Cottbus) / Team Gerolsteiner
  • Sven Kraus (Herrenberg) / Team Gerolsteiner
  • Ronny Scholz (Herrenberg) / Team Gerolsteiner
  • Stefan Schumacher (Nürtingen) / Team Gerolsteiner
  • Fabian Wegmann (Münster) / Team Gerolsteiner
  • Ralf Grabsch (Wittenberg) / Team Milram
  • Christian Knees (Bonn) / Team Milram
  • Enrico Poitschke (Görlitz) / Team Milram
  • Marcel Sieberg (Castrop-Rauxel) / Team Milram
  • Erik Zabel (Unna) / Team Milram
  • Marcus Burghardt (Zschopau) / T-Mobile Team
  • Linus Gerdemann (Münster) / T-Mobile Team
  • Bert Grabsch (Wittenberg) / T-Mobile Team
  • Patrik Sinkewitz (Fulda) / T-Mobile Team
  • Andreas Klöden (Kreuzlingen) / Team Astana
  • Jens Voigt (Berlin) / Team CSC
  • Grischa Niermann (Hannover) / Rabobank

In den letzten Jahren hab ich vor allem in den Tagebüchern von Robert, Fabian und Grischa immer nette Berichte lesen können, die über die Informationen der TV-Reporter hinaus gehen. Das Klöden auch ein Tagebuch führt wundert mich etwas, da er ja die Presse in den letzten Wochen extrem gemieden hat. Aber ich denk, wenn man sich einmal durch die ganzen Seiten klickt hat man am Tag schon genug zu tun. Eine Übersicht der Etappen in pdf Form findet ihr hier, der Umgang der Medien mit der Tour de France hier

Nachtrag: Jens Voigt verfügt zwar nicht über eine eigene Homepage, schreibt wie in den letzten Jahren wieder eine Kolumne auf Sport1.de. Über Infos zu weiteren solcher Kolumnen der fehlenden Fahrer wäre ich dankbar.

Nachtrag 2: Enrico Poitschke schreibt ein Tourtagebuch beim Stadtsportverein Gera, Danke für den Kommentar!

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