Artikel 5 - Die Bäckerei der Demokratie

In seinem sehr persönlichen Essay hält Heribert Prantl ein brennendes Plädoyer für die Meinungs- und Pressefreiheit – und erklärt, warum die Presse die Bäckerei der Demokratie ist.

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In seinem Essay „Die Bäckerei der Demokratie“ hält Heribert Prantl ein brennendes Plädoyer für Meinungs- und Pressefreiheit.

Ausgehend von seinem persönlichen Werdegang und Erfahrungen, erst als Jurist und später als Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, leitet er die Presse- und Medienlandschaft als historisch belegte Bedingung für das Gelingen einer Demokratie her.

Dabei gibt Heribert Prantl sehr persönliche Einblicke – als kleiner Bub am Tisch sitzend mit seiner briefeschreibenden Oma oder seine ersten eigenen Reportagen mit seinem Bruder für Regionalzeitungen – und erzählt bewegte Anekdoten aus seinem Journalistenalltag und dem enormen Zeitaufwand, der hinter jedem abwägenden und abgewogenen Wort steht, bis eine klare journalistische Meinung auf abgedruckt wird.

Über allem steht sein Bekenntnis zur Demokratie – und warum gerade Zeitungen und Medien die Bäckerei der Demokratie sind.

Alle Folgen in der Übersicht

Die Macher*innen

Heribert Prantl

Autor/Sprecher

Heribert Prantl, geboren 1953, ist einer der bekanntesten Publizisten und Kommentatoren in Deutschland. Er war Richter und Staatsanwalt, bevor er 1988 als politischer Redakteur und Leitartikler zur Süddeutschen Zeitung ging. Er leitete dort 25 Jahre lang das Ressort Innenpolitik, dann baute er die Redaktion Meinung auf. Zehn Jahre lang war er Mitglied der Chefredaktion. Seit einem halben Jahre ist er Kolumnist und Autor der SZ. Prantl ist Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der Universität Bielefeld und Ehrendoktor der Theologie an der Universität Erlangen. Er wurde unter anderem mit dem Geschwister-Scholl-Preis, dem Kurt-Tucholsky-Preis, dem Erich-Fromm-Preis und dem Brüder-Grimm-Preis ausgezeichnet.

Der Artikel im Grundgesetz

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.