Artikel 9 - Die Rechtschaffen(d)en

Dieses essayistische Hörspiel aus der Feder von Edith Löhle lässt ausschließlich starke Frauen zu Wort kommen. Und zwar Frauen, die sich 1894 – also zur Kaiserzeit – in der Gründerversammlung des Bunds deutscher Frauenvereine versammeln, vorstellen und ihre unterschiedlichen Ansichten und Zukunftsvisionen miteinander diskutieren. Das ist revolutionär.

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Dieses essayistische Hörspiel aus der Feder von Edith Löhle lässt (bis auf 2 kleine Sätze) ausschließlich starke Frauen zu Wort kommen. Und zwar Frauen, die sich 1894 – also zur Kaiserzeit – in der Gründerversammlung des Bunds deutscher Frauenvereine versammeln, vorstellen und ihre unterschiedlichen Ansichten und Zukunftsvisionen miteinander diskutieren. Das ist revolutionär.

Edith Löhle hat dabei einen spannenden Weg gefunden, dieses knapp 130 Jahre alte Treffen mit der heutigen Zeit zu verbinden, indem sie ihren Rechercheprozess – nicht wenige Worte der Frauen sind direkte oder umgeschriebene Zitate aus den Protokollen – einbindet und auch ihre anfängliche Antipathie gegenüber der männerdominierten Vereinskultur thematisiert.

Wir erleben Frauen, die Vorkämpferinnen waren für die Frauenrechte und Gleichberechtigung und bereits damals untereinander ihre Positionen nicht immer in Einklang bringen konnten. Am Ende des Hörspiels steht auch das Schlusswort aus der Versammlung – ein Prozess ist angestoßen, dessen Wellen man auch noch heute spürt.

Alle Folgen in der Übersicht

Die Macher*innen

Edith Löhle

Autorin

Edith Löhle ist zwar die Autorin des Stücks, bindet sich jedoch in ihrem Hörspiel selbst als Figur und ihren Rechercheprozess mit ein. Ihre anfängliche Abneigung gegenüber männerdominierten Vereinskultur bringt sie ebenso aufs Tableau wie auch ihre persönlichen Gedanken zu den Frauen, die zu Wort kommen.

Na, irgendwas mit Medien wollte Edith Löhle nach dem Abitur eben auch machen, so stolperte sie 2006 in die Redaktion der Bravo. Eine Foto-Lovestory, zahlreiche Promi-Geschichten und vierzehn Jahre journalistisches Potpourri später schreibt sie heute als freie Autorin hauptsächlich Geschichten auf, die Frauen inspirieren sollen, ihren ganz eigenen Weg zu gehen. 2019 startete die Berlinerin ihr Herzensprojekt Heynana.de, das den Dialog zwischen Enkelinnen und Großmüttern fördert. Bis Mitte 2020 war sie Chefredakteurin der Magazine BLONDE und NYLON Germany, aktuell arbeitet sie an ihrem ersten Roman.

Der Artikel im Grundgesetz

Artikel 9

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.

(2) Vereinigungen, deren Zwecke oder deren Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufen oder die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, sind verboten.

(3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.