Burn, Germany, Burn!

Entführungen, Morde, Sprengstoffanschläge: Die Rote Armee Fraktion führt seit den Sechziger Jahren einen blutigen Kampf gegen das System. Immer mehr verstricken sich die Terroristen in einen Strudel aus Abhängigkeit, Angst und Hass.

Beschreibung

Die 60er Jahre, die Bundesrepublik Deutschland. Ein Riss geht durch die Gesellschaft: auf der einen Seite die Elterngeneration, auf der anderen ihre Kinder. Die Jungen wollen eine neue Gesellschaft mit neuen Mitteln hervorbringen, als „Außerparlamentarische Opposition”, kurz APO, durch Demos, Sitzblockaden, Aktionen gegen das System. Auch an den Universitäten ist man politisch wie nie zuvor. In verrauchten Kneipen diskutiert man Mao und Sartre, stürmt Vorlesungen, geht auf die Straße.

Als am 2. Juni 1976 bei einer Demonstration ein Student von einem Polizisten erschossen wird, sind die Studenten fassungslos. Das Bild vom Schweinestaat, der seine Bürger liquidiert, setzt sich in den Köpfen fest. Und einigen gehen friedliche Kundgebungen, Diskussionsrunden und Demos nicht weit genug. Es bilden sich Gruppen, die einen bewaffneten Guerillakampf nach südamerikanischem Vorbild aufnehmen wollen.

Eine von ihnen, die Skrupelloseste, soll als Rote Armee Fraktion - kurz RAF - in die Geschichte eingehen. Schnell sind für ihre Mitglieder die Grenzen der Gewalt überschritten, schnell gibt es kein Zurück mehr. Ein Drama entspinnt sich, das Deutschland über Jahrzehnte hinweg in Angst und Schrecken versetzen und schließlich 89 Menschen das Leben kosten wird.

Unsere Charaktere

Andreas Baader

Pit Bukowski

Andreas Baader steht auf schnelle Karren und heiße Miezen. Wirklich politisch ist er nie. Was er am Revolutionsgeist seiner Generation mag, ist in erster Linie der Spaß. Für ihn sind die Mao-Zirkel und Diskussionsrunden eine Bühne, auf der er sich selbst darstellen kann: Frivol, mysteriös, radikal. Und er hat Erfolg. Ihm fliegen die Herzen derer zu, die genauso abenteuerlich sein wollen, wie er. Und das Herz von Gudrun Ensslin. Doch irgendwann ist die Show vorbei.

Pit Bukowski hatte sein Leinwanddebüt 2003 in „Sie haben Knut“, einem Spielfilm von Regisseur Stefan Krohmer, der auf der Berlinale uraufgeführt wurde. Seitdem war er in diversen Filmen und Fernsehserien zu sehen, darunter „Babylon Berlin“, „Das Boot“, Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“ und Thomas Vinterbergs Drama „Kursk“.

Ulrike Meinhof

Annette Strasser

Ulrike Meinhof ist der neue Star der linksintellektuellen Szene. Als Kolumnistin legt sie oft den Finger in die Wunden der Gesellschaft. Auch, als Baader und Ensslin zwei Kaufhäuser in Frankfurt anzünden, bezieht sie Stellung. Doch der Wunsch den Worten auch Taten folgen zu lassen wächst in ihr. Bei einer Befreiungsaktion Baaders trifft sie eine folgenschwere Entscheidung: Sie flüchtet mit den Befreiern in den Untergrund und lässt ihre bürgerliche Existenz genauso zurück, wie ihre beiden Töchter. Doch hat sie wirklich das Zeug zum Guerillakämpfer? Baader und Ensslin zweifeln bald an ihr.

Annette Strasser ist seit 2005 regelmäßig im Fernsehen zu sehen, u.a. in „Polizeiruf“, „Doctor’s Diary“, „Türkisch für Anfänger“ und „Jerks“. Außerdem tritt sie als Theaterschauspielerin auf, z.B. mit der „Komödie am Kudamm“ oder dem „Ballhaus Naunystraße“ in Berlin. Seit 2018 arbeitet Annette Strasser auch als Synchronsprecherin. Mit dem Hörspiel „Verfluchtes Licht“ gewann sie 2017 den ARD-Online-Award.

Erzähler

Sylvester Groth

Sylvester Groth ermittelte bis 2015 als Kriminalhauptkommissar Jochen Drexler in der ARD-Fernsehreihe „Polizeiruf 110“. In Dani Levys Hitler-Satire „Mein Führer“ sowie in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ verkörperte er Joseph Goebbels. Für seine schauspielerischen Leistungen wurde Groth mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem Grimme Preis und der Goldenen Kamera. Schon seit 1990 spricht Groth in verschiedenen Hörspielen, jetzt ist er als Erzähler in „Burn, Germany, Burn – Die RAF Story“ zu hören.

Erzählerin

Jule Ronstedt

Jule Ronstedt wurde 1994 in der Fernsehserie „Aus heiterem Himmel“ bekannt. Im Kino war sie unter anderem als sympathische Grundschullehrerin in Marcus H. Rosenmüllers Komödie „Wer früher stirbt, ist länger tot“ zu sehen. Darauf folgten weitere Kino-Auftritte, wie in der Gangster-Komödie „Ossis's Eleven“, in Joseph Vilsmaiers Bersteiger-Drama „Nanga Parbat“ oder in der Tragikomödie „Almanya“. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin arbeitet Jule Ronstedt regelmäßig auch als Theaterregisseurin und inszenierte unter anderem an den Münchner Kammerspielen.