Epsilon

Acht Monate lang wird der Nobelpreisträger Werner Heisenberg in England festgehalten. Er sollte für Hitler eine Atombombe bauen. Doch hat er das Projekt sabotiert oder alles getan, damit es gelingt? Die Antwort führt ihn tief in seine Vergangenheit.

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Beschreibung

Es ist Mai 1945. Hitler ist tot, und während Familien zueinander finden, werden fünf der bedeutendsten Wissenschaftler Deutschlands von den Alliierten in einen Bus verfrachtet. Unter ihnen sind Otto Hahn, der gerade die Atomspaltung entdeckt hat, sowie Werner Heisenberg, Nobelpreisträger und Leiter des Uranprojekts. Noch bis vor einigen Stunden war er mit einem Team aus Physikern damit beschäftigt, für Hitler eine Atombombe zu bauen. Niemand wusste davon. Bis auf die britischen Soldaten, die ihn jetzt in ein Herrenhaus nach England bringen. Die Operation Epsilon beginnt. Jedes Gespräch wird aufgezeichnet, jede falsche Bewegung zu Protokoll gebracht. Abgeschnitten vom Rest der Welt müssen die Physiker sich ihrer Vergangenheit stellen. Dabei wird Heisenberg klar, was die Alliierten um jeden Preis herausfinden möchten: Wollte er, dass der Bau der Atombombe gelingt? Er ahnt nicht, wie weit die USA inzwischen mit ihren Forschungen sind. Und dass ihm und seinen Kollegen der dunkelste Tag noch bevorsteht...

Basierend auf dem Schicksal der größten Physiker unserer Zeit zeigt dir „Epsilon – Die Heisenberg-Protokolle“ die deutsche Geschichte aus einer noch nie dagewesenen Perspektive. In acht Folgen nimmt Werner Heisenberg dich mit zu seinen Anfängen als junger Student in München, zur Vertreibung Einsteins bis hin zum sagenumwobenen Gespräch mit Niels Bohr in Kopenhagen. Heinrich Himmler, Albert Speer, Max Planck: Sie alle spielen eine Rolle auf dem Weg zur ersten Atombombe auf Hiroshima. Hochgradig besetzt mit Norman Matt, Sandrine Mittelstädt, Uve Teschner und Erik Schäffler stellt sich „Epsilon – Die Heisenberg-Protokolle“ den großen Fragen von Schuld und Verantwortung.

Unsere Charaktere

Werner Heisenberg

Norman Matt

Heisenberg ist 26 Jahre alt, als er die Quantenmechanik entdeckt. Jahrzehnte später wird der Nobelpreisträger von Hitler zum Leiter für das Uranprojekt ernannt. Das Ziel: Deutschland soll den Krieg mit der ersten Atombombe der Geschichte gewinnen. Als Heisenberg von Major Rittner verhört wird, muss er einsehen, dass nicht nur in den Naturwissenschaften alles zusammenhängt. Auch er ist Teil einer Kettenreaktion, für die ihn keine Theorie vorbereiten konnte.

Schon in jungen Jahren war Norman Matt als Kindersprecher für den WDR aktiv. Inzwischen hat er sich vor allem in der Synchronbranche einen Namen gemacht, sowohl als Sprecher als auch in der Regie. Er ist die Standardstimme von Größen wie Cillian Murphy, Mark Ruffalo oder Michael Fassbender. Für die Dialogregie der deutschen Fassung von „Inglorious Basterds“ wurde er mit der Silhouette ausgezeichnet. Seine Erfahrungen vor und hinter dem Mikro kamen auch bei der Arbeit an „Epsilon – Die Heisenberg-Protokolle“ zum Tragen: Selbstbewusst und vielschichtig führt sein Heisenberg durch die Handlung.

Elisabeth Heisenberg

Sandrine Mittelstädt

Es ist Liebe auf den ersten Blick, als Elisabeth auf Werner Heisenberg trifft. Sie heiraten, werden Eltern, ziehen aufs Land, wo sie nach Ende des Krieges sehnsüchtig auf ihren Ehemann wartet. Doch das Wiedersehen hält nicht lange an: Ein englischer Major taucht auf und führt Heisenberg ab. Elisabeth bleibt mit den Kindern zurück. Verzweifelt schreibt sie ihm Briefe, von denen sie nicht weiß, ob er sie jemals lesen wird.

Noch während der Schulzeit begann Sandrine Mittelstädt eine klassische Gesangsausbildung. Auf die Liebe zur Musik folgte die Schauspielausbildung am Schauspiel München. Sie wechselte bald von der Theaterbühne zum Fernsehen und spielt seitdem regelmäßig in Fernsehproduktionen wie „Der ZÜRICH Krimi“, „SOKO“ oder „Tatort“. Seit 2007 hat sie außerdem in vielen Hörspielen mitgewirkt, war als Synchron- und Hörbuchsprecherin tätig und mit verschiedenen Lesungen oder Liederabenden auf Tour. Mit großer Stärke und Verletzlichkeit spricht sie Elisabeth Heisenberg.

Major Rittner

Uve Teschner

Major Rittner, nach außen hin ganz der englische Gentleman, spricht Deutsch und wird deswegen ausgewählt, die Verhöre der Wissenschaftler in Farm Hall zu leiten. Er soll herausfinden, wie nah die Deutschen dem Bau der Atombombe gekommen sind. Obwohl Rittner wenig von Physik versteht, ist er fasziniert von Heisenbergs Vergangenheit. Langsam, aber sicher verschwimmen die Grenzen zwischen Sympathie und Pflicht.

Mit seiner einzigartigen und wandelbaren Stimme ist Uve Teschner Hörbuchfans aus mehreren hunderten Vertonungen von Thrillern, Krimis und Kinderbüchern bestens bekannt, darunter Jo Nesbøs „Harry Hole“-Reihe sowie Carters „Hunter und Garcia“ und der neue Band der Bestseller-Reihe „Die Tribute von Panem X“. Auf audible wurde er dank seiner begeisterten Hörerschaft zum „Sprechergott“ gekürt. Als der weiß er auch in seiner Rolle als Major Rittner zu glänzen und zeigt darüber hinaus sein schauspielerisches Feingefühl.

Kurt Diebner

Erik Schäffler

Sein Leben lang steht der Physiker in Heisenbergs Schatten. Seine Bitterkeit reicht so weit, dass er sich auf die Seite der Nazis schlägt, als Albert Einstein und seine jüdischen Kollegen aus Deutschland vertrieben werden sollen. In Farm Hall sieht Diebner seinen Rivalen wieder, und das auf engstem Raum. Für ihn ist klar: Heisenberg ist nicht der Gutmensch, für den alle ihn halten.

Erik Schäffler ist Sprecher, Autor, Schauspieler und mehrfach ausgezeichneter Theaterregisseur. Mit seinen Produktionen tourte er durch Südostasien und die USA. Neben seinen Engagements am Schmidts Tivoli und am Schauspielhaus Hamburg ist er Synchronsprecher, sprach unter anderem für Jason Isaacs. Außerdem ist er die deutsche Stimme von Jeremy Clarkson in „Top Gear“ und Commander Shepard aus der „Mass Effect“-Reihe. Als Antagonist kann er sich in „Epsilon – Die Heisenberg-Protokolle“ voll austoben: Faszinierend skrupellos klingt sein Kurt Diebner.