Going to Ibiza

Korruption, Machtgier, Populismus: Die Ibiza-Affäre hat Österreich den Spiegel vorgehalten. Wie versumpft ist das Land? In dieser Audio-Doku gehen wir auf Spurensuche - von Heinz-Christian Straches Anfängen bis zum Aufstieg von Sebastian Kurz.

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Beschreibung

Im Sommer 2018 hat das SZ-Investigativteam Kontakt zu einer anonymen Quelle. Es kommt zu einem Treffen: in einem Hotel, irgendwo in Deutschland, mitten in der Nacht. Es herrscht höchste Geheimhaltung, denn es geht um die Regierung eines europäischen Staates. Auf einem Tisch liegen Laptops, Tablets. Und auf einem davon geht es dann los: Es laufen die ersten Szenen des Ibiza-Videos. Zu sehen ist Heinz-Christian Strache, der damalige FPÖ-Vizekanzler Österreichs, der vor seiner Regierungsbeteiligung 2017 einer angeblich reichen Russin dubiose und teils mutmaßlich illegale Geschäfte anbietet.

Als SZ und Spiegel einige Monate später ihre Recherchen dazu veröffentlichen, stürzt Österreich sofort eine tiefe, politische Krise. Auch die beiden Volksparteien ÖVP und SPÖ sehen sich bald mit Vorwürfen konfrontiert. Und als Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner ersten Reaktion auf das Ibiza-Video sagt: “So sind wir nicht. So ist Österreich nicht.”, fragen sich viele: Was, wenn das nicht stimmt?

„Going to Ibiza” ist eine achtteilige Audio-Dokumentation über Korruption und Populismus in Österreich. Sie kehrt zurück zu Heinz-Christian Straches Anfängen, der FPÖ unter Jörg Haider, und durchleuchtet auch Sebastian Kurz’ Aufstieg an die Spitze des Staates. Sie erzählt, wie das Ibiza-Video an die Öffentlichkeit kam und fragt, was Österreich aus der Affäre gelernt hat.

Unsere Hosts

Leila Al-Serori

Leila Al-Serori ist gebürtige Wienerin und Redakteurin im Ressort Politik der Süddeutschen Zeitung. 2019 war sie maßgeblich an den Recherchen rund um das Ibiza-Video beteiligt, die zum Rücktritt Heinz-Christian Straches als Vizekanzler Österreichs führten. Gemeinsam mit den Investigativ-Teams von SZ und Spiegel wurde sie dafür u.a. mit dem Nannen-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet.

Vinzent-Vitus Leitgeb

Vinzent-Vitus Leitgeb, 1992 in Wien geboren, lebt seit 2011 in München. Nach dem Masterabschluss in Politikwissenschaft absolvierte er die Deutsche Journalistenschule. Bei der SZ schreibt, spricht und schneidet er im Podcast-Team – vor allem für den Recherchepodcast „Das Thema" und den Nachrichtenpodcast „Auf den Punkt". Mit Annette Ramelsberger hat er bereits das FYEO Original „Deutsche Abgründe“ produziert. 2020 war er unter den „Top 30 bis 30“ im Journalismus des Medium Magazins.